Dienstag, 10.04.2012

Von Hendersonville nach Charleston


Heute geht es weiter nach North Carolina. Wir fahren direkt nach Charleston. Das an der Küste gelegene Charleston, auch bekannt als die "Holy City" steht für Toleranz aller Religionen. Eine schöne Art die historische Stadt mit seiner interessanten Geschichte und seinen wunderschönen Häusern aus den verschiedenen Epochen der Zeit zu erkunden, ist in einer Pferdekutsche. Das sagt zumindest der Reiseführer. Wir werden die Stadt lieber zu Fuß erkunden.

Die Fahrt führt immer noch durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend. Unser Mittagessen nehmen wir im Applebees ein, einem sogenannten Familienrestaurant. Wie sind in den Südstaaten. Im Radio gibt es Country Musik und die Menschen sind etwas schwieriger zu verstehen. Für 20$ (plus Tip und Tax) bekommen wir eine Vorspeise  (Mozzarella Sticks) zum Teilen und zwei Hauptgänge. Das Essen war ganz lecker, aber eine echte Cholesterin-Bombe. Steffen ist entsetzt, dass es keine Cola gibt (ist gerade aus), aber zum Glück schafft es die Bedienung irgendwie, Wasser mit Kohlensäure zu organisieren (in den USA außerhalb von NYC ein eher unübliches Getränk).

Kurz vor Charleston besuchen wir eine alte Südstaaten Plantage „Middleton Place“. Hier wurde das dicke Geld überraschender Weise mit Reis gemacht und nicht mit Baumwolle, wie man denken könnte. Middleton Place ist die angeblich älteste Gartenanlage der USA. Der Eintritt ist nicht gerade wenig. 25$ für mich und 15$ für Steffen (Student). Eine Gartenführung ist inklusive. Die machen wir erstmal mit. Der Guide ist wahrscheinlich eine Freiwillige, die das Museum unterstützt. Botanisch ist sie jedenfalls nicht ganz auf der Höhe. Nach der Führung streifen wir allein durch das Gelände am Ashley River. Die Besichtigung des Hauses hätte noch mal extra gekostet. Das ganze funktioniert als Living Museum. Es gibt Handwerker und auch das frühere Nutzvieh wird noch gehalten. Als wir bei den Teichen sind, sichten wir unseren ersten Alligator, aber er ist noch klein (ca. 1 Meter) und genießt nur sein Sonnenbad am Ufer. Leider ist die Blütezeit der Kamelien und Magnolien schon so gut wie vorbei. Dafür sieht man überall das für die Südstaaten typische “Spanish Moss” in den den Bäumen. Inzwischen ist es ziemlich warm und unsere Getränkevorräte schmelzen dahin.



Südstaatenbäume mit "Spanish Moss"


Melken lernen auf der Plantage


Unser erster Alligator in freier Wildnis

Anschließend fahren wir ins Hotel, das Holiday Inn Charleston Riverview. Am Ufer des Ashley River liegt das Mittelklassehotel. In wenigen Minuten erreicht man Restaurants und historische Attraktionen (natürlich mit den Auto, nicht etwa zu Fuß)

Es ist zu spät, um noch in die Stadt zu fahren, wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein und sind um 23.00 Uhr im Bett.

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