| Innenansicht des Postoffice |
Um 9.30 Uhr fahren wir mit dem Hotelshuttle in die Altstadt. Mit Hilfe unseres dicken Reiseführers „Iwanowski`s“ machen wir eine Tour durch die Altstadt. Und endlich entdecke ich auch ein Postoffice. Bisher war es mir nicht gelungen, Briefmarken aufzutreiben. Natürlich hat auch dieses noch nicht auf (oder ist schon zu, oder gerade heute zu usw.) aber in einer halben Stunde. Wir laufen noch ein paar andere Punkte ab und kommen später zurück. Wir sehen überall farbige Frauen, die Körbe aus Sweet Grass flechten und verkaufen. Wie in „Fackeln im Sturm“ sind viele Pferdekutschen unterwegs. Allerdings fahren sie jetzt Touristen herum und nicht mehr Südstaatenschönheiten.
| Eine der vielen Pferdekutschen mit Touristen |
Charleston liegt zwischen den Flußmündungen des Cooper River und des Ashley River. Am Pier sehen wir eine kleine Delfin Schule. Am Pier ist auch ein Springbrunnen, nicht tiefer als eine Kinderplantsche und so wird er auch benutzt (natürlich sind alle Kinder züchtig bekleidet!). Aber ringsherum stehen Warnschilder, das kein Liveguard anwesend ist, und ein Betreten auf eigenes Risiko erfolgt. Wir stellen später immer wieder fest, dass sich aufgrund der Schadensersatzprozesse in den USA mit den hohen Entschädigungen jede Kommune und jeder Anbieter absichern will. Für unsere Speedboottour später in Florida werden wir ein Formular unterschreiben müssen, das schon stark an den Schreibkram vor einer OP erinnert.
| Typische Südstaatenarchitektur |
Zu Mittag essen wir in einem Restaurant auf einem ehemaligen Marinepier. Hinterher gibt es ein Eis. Es ist sehr warm und wir schwächeln ein bißchen. Um 15.30 Uhr stellen wir uns an die Haltestelle unseres Shuttles. Etwa 25 Minuten später ist es da und sammelt uns ein. Da noch mehr Sammelpunkte angefahren werden müssen, sind wir erst um 16.30 Uhr wieder im Hotel und machen erstmal ein Nickerchen.
Unser Hotel hat im obersten Stock ein Restaurant mir Blick auf den Ashley River und Charleston. Da es auch eine ansprechende Speisekarte hat beschließen wir, dort zu Abend zu essen. Steffen stellt ein Steak (30$) und ich Shrimp and Grits (Maisgrütze mit Bratensoße, Wurststückchen und Shrimps, 20$), ein Südstaatenklassiker. Der Blick auf die Stadt ist wirklich toll. Unser Essen läßt ziemlich lange auf sich warten. Der Service, der sich bisher nicht überschlagen hat, bietet uns wegen der langen Wartezeit unaufgefordert 50% Nachlass auf die Speisen an.
Wie sich dann herausstellte, waren wir beide mit unserem Essen auch nicht so glücklich, so dass am Ende das Preisleistungsverhältnis wieder stimmte.
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