Karfreitag, 06.04.2012

Von New York nach Washington


Wir haben strahlenden Sonnenschein und ich bin um 7.15 Uhr aufgestanden. Ich blicke auf den Park mit Sportplatz vor unserem Hotel, welcher vom Verkehr, der von der Manhatten Bridge kommt, umtost wird. Trotzdem höre ich auch hier oben noch die chinesische Musik. Unten sind verschiedene Gruppen beim Frühsport. Es gibt Thai Chi, Rückwärts- und Vorwärtslaufen auf der Aschenbahn, Trockenübungen für Paartanz und 2 Gruppen, die wahrscheinlich Aerobic machen.

Heute werden wir den Mietwagen übernehmen. Unser Aufbruch verzögert sich etwas, da wir kein Wasser haben, als Steffen duschen möchte. Nach einiger Zeit ist das Problem behoben und gegen 11.00 Uhr checken wir aus.

Wir möchten am Empfang ein Taxi bestellen stellen aber fest, dass die Rezeptionisten nur einen Limousinenservice anrufen können, der aber teurer ist als die gelben Taxis, die man nur auf der Straße anhalten kann. Also nix wir raus, mit dem Gepäck an eine günstige Ecke gestellt und gewunken. Und zack hatten wir ein Taxi. Für 14$ inkl. Tip (Trinkgeld) fahren wir zur Penn Station, um von dort einen Vorortzug zum Newark Airport zu bekommen. Die Tickets kosten 12,50$ pro Person und wir müssen nicht lange auf den nächsten Zug warten. Die Fahrt durch das wie immer etwas schrammelige New Jersey dauert 25 Minuten. Unsere Tickets gelten auch für den Airtrain, mit dem wir zu den Mietwagenstationen fahren. Problemlos übernehmen wir bei “National” unseren Wagen, buchen noch für 10$ zuzüglich Tax ein elektronisches Mautgerät dazu (die Maut wird dann automatisch von der Kreditkarte abgebucht und wir müssen nicht an jedem Kassenhäuschen in die Barzahler Schlange, was uns Zeit und Nerven spart).

Wir fahren auf die Interstate 95 Richtung Philadelphia. Es ist Karfreitag und es sind viele Reisende unterwegs, der Verkehr ist zähflüssig und wir brauchen für die knapp 400 km mehr Zeit als geplant. Deshalb machen wir auch keinen Abstecher in das Pennsylvenia Dutch Country, in dem viele Amish People leben. Und auch den landschaftlich schöneren Highway 1 befahren wir aus Zeitgründen nicht.

Neben der Autobahn entdecken wir ein Trainingscenter für Baufahrzeugführer. Was es nicht alles gibt. In den USA kann man von Autobahnen links und rechts abfahren, was für uns doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die Raststätte, die wir aufsuchen, um eine Kleinigkeit zu essen liegt zwischen beiden Spurrichtungen. Da muß man beim Verlassen des  Parkplatzes gut aufpassen, dass man wieder die richtige Richtung erwischt.

Um 19.30 Uhr erreichen wir das Comfort Inn Alexandria. Es  ist nur ca. 7 Meilen entfernt von Downtown Washington. Wir checken schnell ein, die Zimmer sind großzügig, endlich haben wir wieder Platz zum Ausbreiten. Wir fahren schnell in die nächste Mall, um einzukaufen, da wir morgen keine Zeit haben werden. Und ob wir Ostersonntag alles einkaufen können, was wir brauchen, wissen wir nicht. Dann geht es mit den Auto in die Altstadt. Old Town Alexandria. Es ist leider schon dunkel, aber so weit wir erkennen können, ist es ganz niedlich und eine Touristenfalle. Um 21.00 Uhr gönnen wir uns ein leckeres Abendessen bei einem edleren Italiener, bei dem es auch etwas anderes als Pizza gibt. Nach dem Essen bummeln wir noch ein bißchen und Steffen gönnt sich ein Ben&Jerrys Eis zum Nachtisch. Um 23.30 Uhr sind wir im Bett.

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