Wir sind auf die National Mall gegangen und haben uns die Memorials angeschaut. Für die zahlreichen sehr guten Museen an der Mall fehlt uns die Zeit und bei dem guten Wetter auch die Lust. Nur in das US Holocaust Memorial Museum wäre Steffen gerne gegangen, aber das Zeitfenster, für das wir noch Karten bekommen könnten, ist erst spät am Nachmittag. Das Washington Monument, ein 169 Meter hoher Obelisk mit Aussichtsplattform, den man auf Grund von Erdbebenschäden zur Zeit nicht betreten darf, können wir deshalb nur von außen betrachten. Früher gab es kostenlose Führungen. Auf der Wiese davor findet ein Joga Festival statt und ziemliche viele Menschen üben den Sonnengruß und wie auch immer die anderen Figuren heißen.
| Das Washington Monument |
| Yoga Massenveranstaltung |
Die Memorials, die an den zweiten Weltkrieg, den Vietnam- und den Koreakrieg erinnern sowie an die Präsidenten Lincoln, Roosevelt und Jefferson sind gut besucht. Zahlreiche Veteranen in Uniform und vielen Orden sind unterwegs. Honor those who served – ehre die, die gedient haben – dieser Satz begegnet uns noch oft. Kritische Stimmen oder Anmerkungen zum Krieg sucht man vergebens. Hier gibt es nur Pathos und Monumentalbauten und ich fühle mich unwohl und bin froh, als wir Richtung Lincoln Memorial weiterwandern und es uns anschauen. Dann geht´s zum Weißen Haus. Zwischen Rück- und Vorderseite machen wir eine Mittagspause auf der Außen-Terrasse eines teuren Restaurants. Es ist sonnig, aber so windig, dass mir der Salat von der Gabel geflogen ist. Mein Crab Cake Burger ist enttäuschend. Da hätte ich auch ´ne ordinäre Fischfrikadelle essen können. Auch Steffen fand seinen Burger nicht so toll.
| Überlebensgroße Statuen von Soldaten am Koreakrieg Denkmal |
| Besucher im Lincoln Memorial |
| Die Steintafeln des Vietnamkrieg Denkmals |
Nachdem wir noch die Vorderansicht des Weißen Hauses genossen haben, gehen wir zum Capitol Hill. Für die letzte Führung sind wir zu spät, aber wir können noch für 15 Minuten ins kostenlose Museum schlüpfen. Um 17.00 Uhr ist hier Schicht im Schacht.
| Das Weiße Haus |
| Das Kapitol |
Wir laufen zur nächsten Metrostation und fahren mit der Metrorail eine Station bis Eastern Market. Hier gibt es einen großen Kunsthandwerkermarkt, der sich aber leider auch schon im Abbau befindet. Die Gegend ist ganz niedlich und hat nichts mehr mit den Monumentalbauten des Zentrums zu tun. Es ist 18.00 Uhr und wir sitzen vor dem Port City Java (Kaffeehauskette in den USA) und genießen 2 Kaltgetränke.
| Niedliche Häuschen am Eastern Market |
| In diesem Zoofachgeschäft gibt es selbstgebackene Hundekuchen in diversen Ausführungen |
Dann machen wir noch einen Spaziergang durch das Viertel und fahren mit der Metrorail Richtung Georgetown, der Altstadt von Washington. Hier ist alles voller Touristen und anscheinend gibt es extrem beliebte Cupcakes, da die Schlange vor dem Laden die ganze Straße herunter geht. Wir verzichte darauf, uns mit anzustellen und bummeln bis 21.00 Uhr durch die Straßen, Steffen futtert noch ein Ben&Jerrys Eis als Abendbrot, dann geht es mit der Metrorail wieder zurück. Wir rufen mit den Handy im Hotel an und das Shuttle sammelt uns ein.
| Die Cupcake Warteschlange in Georgetown |
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