Dann geht´s zum Strand. Wir sind früh dran, um den Frühbucherrabatt (10$ Nachlass) zu bekommen. An einer provisorischen Bude (große abschließbare Holzkiste, Campingtisch, Hocker, Sonnenschirm und Gestell mit Schwimmwesten) kaufen wir zum Preis von 133$ (davon 3$ für Kreditkartenzahlung) 2 Tickets. Natürlich nicht, bevor wir wieder den obligatorischen „ich verzichte auf alle Schadensersatzansprüche“ Bogen ausgefüllt und unterschrieben haben.
Zusammen mit einem jungen farbigen Paar aus New York und einem weißen Mittelklasse Vater mit Tochter klettern wir in der Brandung in ein Schlauchboot und sind schon mal platschnass am Po und an den Beinen. Der Wechsel in ein Motorboot vor der Küste klappt gut. Vater und Tochter sind zuerst dran. Sie werden jeweils in einen Sitzgurt verschnürt. Der Fallschirm, den das Motorboot hinter sich herzieht, wird herunter gezogen, der Ballast wird abgehakt, und die beiden werden mit ihren Gurten an den Schirm gehakt. Der Bootsführer lässt die Leine wieder laufen, drückt ordentlich aufs Gas und die beiden schweben am Schirm nach oben bis die maximale Höhe von 600 Fuß (ca. 200 Meter) erreicht ist.
| Der Parasailing Fallschirm mit nur einem Passagier |
Nach 15 Minuten werden die beiden wieder eingeholt, vorher aber noch mal mit Beinen und Po in den Atlantik getunkt. Jetzt sind wir dran. In unserem Gurtzeug setzen wir uns an Deck und werden mit je 2 Karabinern an den Schirm gehängt. Los geht’s. Und es ist toll. Oben ist es ganz still, wir können uns unterhalten und einen wundervollen Ausblick genießen. Wir schweben ganz sanft über dem Wasser. Vom hin- und her Geruckel auf dem Motorboot merkt man hier nichts. Es ist traumhaft schön. Nach viel zu kurzer Zeit werden auch wir eingeholt, 2 mal eingetunkt (Steffen hatte noch einen Gutschein) und wieder aufs Boot gezogen. Dann ist das Paar aus New York dran. Er macht die ganze Zeit auf ganz coolen Typ, sieht aber alles andere als entspannt aus. Aber auch er schwebt hinterher glücklich und zufrieden aufs Boot zurück.
Inzwischen sind wir ziemlich getrocknet, aber der Rücktransport zum Strand macht uns wieder ordentlich nass. Wir laufen an Strand entlang zum Hotel und duschen und wechseln unsere Kleidung. Beim nächsten mal ziehen wir gleich in Badesachen los.
| Ein Deli im Art-Deco Viertel |
Da wir von Miami Beach eigentlich nur den Ocean Drive und den Strand kennen, machen wir uns jetzt zu Fuß auf den Weg und erkunden die Innenstadt. Hier gibt es eine richtig große Fußgängerzone mit vielen Restaurants. Aber nach einigem Hin und Her landen wir bei unserem alten Bekannten aus New York, dem Shake Shack, der jetzt auch eine Filiale in Miami Beach hat. Diesmal ohne Schlangestehen. Danach verbummeln wir den restlichen Nachmittag am Strand mit Leutebeobachten. Nach einer kleinen Pause im Hotel machen wir uns auf den Weg zu einem italienischen Restaurant, dass bei Steffens Internetrecherche im Preis/Leistungsverhältnis (recht gute Küche, bei noch bezahlbaren Preisen) am besten abgeschnitten hat. Um 18.30 Uhr sind wir da und bekommen auch ohne Reservierung noch einen Tisch. Es dauert aber nicht lange, dann ist der Laden voll. Da man in den USA nach seinem letzten Happen sofort die Rechnung bekommt und gewisserweise hinaus-komplimentiert wird, nutzen wir den Abend, um uns nochmal das Nightlive am Ocean Drive anzuschauen. Auf ein überteuertes Getränk verzichten wir jedoch.
| Ein (geschlossenes) Lifeguard Häuschen am Strand |
| Am Strand von South Beach in der Dämmerung |
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