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| Von Kissimee nach Miami Beach |
Wir fahren heute nach Miami Beach (376 km) und sind auf dem Florida Turnpike unterwegs, der uns 17,45$ Toll (Maut) kostet. Leider gibt es hier ein anderes System und unser kleiner elektronischer Freund hilft uns nicht weiter. An den meisten Abfahrten ist nur eine elektronische Maut-Kontrollstelle und kein Kassenhäuschen, so dass wir gar nicht abfahren könnten, selbst wenn wir wollten (also, man kann schon, aber es gibt eine saftige Strafanzeige). Aber am Ende der mautpflichtigen Autobahn ist wieder ein Kassenhäuschen und wir können legal die Autobahn verlassen.
Gegen 15.00 Uhr kommen wir am Cordozo an. Es ist ein stilvolles Art Deco Hotel der gehobenen Mittelklasse, mit 43 Zimmern, im ruhigeren Abschnitt des Ocean Drives, in South Beach gelegen. Das mit den ruhigen Abschnitt stand in der Beschreibung, wir hatten eher das Gefühl, im Zentrum des Trubels zu sein. Aber unser Zimmer war sowieso nach hinten raus. Da haben wir nichts von der Partymeile gehört, aber dafür die Klimaanlagen und Generatoren der umliegenden Zimmer und Häuser. Wir hatten ein Zimmer mit zwei getrennten Betten gebucht. (das übliche Problem mit der gemeinsamen Bettdecke) aber die waren schon alle vergeben und die Rezeption wollte uns weis machen, wir hätten auch nur ein Queensize Bett gebucht. Immerhin bekommen wir ein etwas schickeres Zimmer eine Etage höher angeboten. Auf das Angebot mit den Zustellbett verzichten wir lieber. So groß ist das Zimmer auch wieder nicht.
Bei der Anreise können wir das Valet Parking (30$ / Tag) nur mit Mühe vermeiden (die Mitarbeiter vom Parkservice versuchten recht hartnäckig an die Autoschlüssel zu kommen) und sind lieber in das öffentliche Parkhaus direkt um die Ecke gefahren (kostete auch noch bis zu 20$ / Tag).
Jetzt haben wir Hunger und essen ein spätes Mittagessen im Restaurant des Haus. Wie wir später erfahren, werden Restaurant und Hotel getrennt betrieben, gehören aber beide Gloria Estefan, der bekannten Sängerin.
Das Essen ist lecker, wenn auch die Portion eher übersichtlich ist. Es handelte sich um das (Nach)Mittagsspecial für 9,99$.
Wir machen einen kleinen Rundgang. Wir hatten gehofft, am Abend noch eine Segway Tour machen zu können, aber die hätten wir vorbestellen müssen. Die Tour findet nicht statt. An einer anderen Ecke lassen wir uns noch mögliche Busausflüge (Miami, Everglades, Keys etc.) erklären und anbieten, buchen aber zum Leidwesen der Verkäuferin noch nichts. Wir schauen uns Miami morgen lieber auf eigene Faust an. Und die Florida-Keys sind für einen Tagesausflug doch recht weit entfernt. Wir hätten die meiste Zeit im Bus gesessen.
Wir gehen zum Strand. Hier ist jede Menge los aber man soll nicht schwimmen gehen. Die Fahne am Rettungsschwimmerturm warnt vor „dangerous sealife“. In diesem Fall handelt es sich um eine Quallenwarnung: die Portugiesische Galeere tritt vermehrt auf. Inzwischen sind wir ziemlich k.o. und verbringen den restlichen Abend in unserem Zimmer. Hier können wir zwar unsere eigenen Air Condition ausstellen, haben aber trotzdem noch genug Geräuschkulisse von draußen. Um 23.00 Uhr machen wir das Licht aus.

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