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| Von St. Augustine nach Kissimme |
Wir starten früh (für unsere Verhältnisse) und besuchen zuerst den St. Augustine Alligator Farm Zoological Park. Hier kann man unter anderem von einem Hochsteg aus Alligatoren in einem im Naturzustand belassenen Alligatorenhabitat besichtigen. Vielleicht noch beeindruckender sind die Brutkolonien in den Bäumen über den Alligatoren. Jeder halbwegs Vertrauen erweckende Ast trägt mindestens ein Nest. Hier brüten verschiedene Reiherarten, Störche, Löffler und viele weitere einheimische Vögel. Die Kolonie ist so voll, dass man von den Stegen bequem in die Nester schauen kann. Die Vögel beeindruckt das wenig. Viele Besucher sind mit enormen Kameraausrüstungen am Start und versuchen mit ihren meterlangen Monster-Objektiven das Foto des Jahres zu machen. Wir wundern uns über die vielen Vögel und Steffen fragt nach. Ergebnis: Die Vögel kommen jedes Jahr von selber aus der Umgebung zum Brüten hierher, weil die Alligatoren sie vor den üblichen Nesträubern (Ratten, Schlangen, Katzen etc.) schützen. Wo viele Alligatoren sind, brüten auch immer viele Vögel. Sehen wir also in Florida irgendwo viele Vögel brüten, dann gehen wir da besser nicht spazieren oder gar schwimmen.
| Einer von vielen Alligatoren auf der Farm |
| Ein Baum mit unzähligen nistenden Vögeln |
| Die Vögel ließen sich aus nächster Nähe beim Nisten beobachten |
Neben den Alligatoren gibt es hier auch Krokodile, Schlangen, Schildkröten und auch Vögel in Gefangenschaft wie Papageien. Außerdem haben wir noch eine nette kleine Show gesehen, wo eine Wildhüterin Kindern mit viel Humor am lebenden Objekten die Tiere erklärt hat. Da gab es auch eine Giftschlange zum Anfassen.
| Die Wildhüterin in Aktion |
Nach soviel Natur machen wir uns auf den Weg zum Kontrastprogramm und fahren zum Kennedy Space Center. Aufgrund der langen Anfahrt ist unsere Zeit hier recht knapp. Wir erwischen noch einen der letzten Shuttlebusse und fahren über das Gelände. Es gibt zwei Stationen: die LC-39-Beobachtungsplattform (hier schauen wir nur einen Film an, die Zeit reicht nicht mehr, um auf die Plattform zu steigen) und das Apollo/Saturn V Center. Wieder im Visitor Center schaffen wir zumindest noch einen der beiden IMAX Filme, „Hubble 3D“. Der Film ist sehr beeindruckend. Steffen gefällt es gut hier, ich fand die Alligatoren besser. Wobei man auch sagen muß, daß hier auch überall welche herumliegen. Das Kennedy Space Center umfaßt eine Fläche von 56.600 ha Land und Gewässer. Alle Flächen, die nicht für die Weltraumforschung gebraucht werden, gelten als Naturschutzgebiet. Hier gibt es unter anderem Weißkopfseeadler und ca. 6000 Alligatoren.
| Astronaut im Kennedy Space Center |
Wir fahren in unser nächstes Hotel, das Champions World Resort in Kissemee. Es ist eine ziemliche Absteige und hält nicht, was die Beschreibung verspricht. Es ist außerdem sehr hellhörig, aber die Zimmer sind wenigstens groß. Wie sind gegen 20.40 Uhr im Hotel und planen den morgigen Tag. Da wir nicht mehr genug Wasser haben, fahren wir noch mal zum Walmart und kaufen im Service Center auch günstige (im Vergleich zum Ticketshop im Hotel) Tickets (175,48$ für 2 Personen) für einen Walt Disney Park. Wie können uns immer noch nicht für einen Park entscheiden. Die Mitarbeiterin in Service Center berät uns gründlich und mit viel Enthusiasmus und wir entscheiden uns schließlich für Epcot anstatt des bisher favorisierten Animal Kingdom Park. Eine Wahl, die wir nicht bereuen sollten.
Um 23.45 Uhr sind wir endlich im Bett. Um 2.00 Uhr kommt die Familie aus dem Nebenzimmer nach Hause, und macht noch mindestens eine Stunde Rabatz und sich noch Essen warm (oder hat was mitgebracht). Ein eher unangenehmer Geruch wabert unter der abgeschlossenen Verbindungstür durch.

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